« Robotertag » in Luxemburg

Die Robotik gilt als eine der wichtigsten technologischen Erfindung des 21. Jahrhunderts. Wegen der enormen Konkurrenz aus Amerika und vor allem aus Asien, hat die EU Kommission gemeinsam mit über 180 Unternehmen und Forschungseinrichtungen das weltweit größte Forschungs-und Innovationsprogramm im Bereich der zivilen Robotik auf den Weg gebracht.

Bis 2020 soll sich Europas Anteil am weltweiten Robotikmarkt von aktuell 35 auf 42 Prozent erhöhen und damit die Marktführerschaft sichern. Das entspräche einem Zuwachs von 4 Milliarden Euro pro Jahr. In dieser Zeitspanne könnten voraussichtlich mehr als 240.000 Arbeitsplätze in Europa geschaffen werden.

Auch Luxemburg ist aktiv was die Forschung und den Einsatz der zivilen Robotik angeht. In diesem Rahmen lud die Europaabgeordnete, Mady Delvaux, zusammen mit der Staatssekretärin für Wirtschaft, Francine Closener am Montag der 19. Oktober zu einer „Journée découverte de la robotique“ ein. Auf dem Programm stand zuerst ein Besuch bei der Robotik Abteilung der EU-Kommission, welche von der Cloche d’Or rund 100 Forschungsprojekte in der Robotik leitet. Anschließend daran fand eine Besichtigung eines luxemburgischen Bauernbetriebes statt. Dort wird das Melken der Milchkühe nicht mehr vom Bauern getätigt sondern von Robotern gesteuert und trägt somit sowohl zur Produktivität des Hofes als auch zu einer Arbeitserleichterung bei. Ein zukunftsweisendes Projekt der Universität Luxemburg gab den Teilnehmern im MUDAM Einblick in die autonome Kollaboration zwischen Humanoiden, Drohne und Mensch. Als letzte Etappe stellte die luxemburgische Firma IEE ihre innovativen Produkte im Bereich der Sensorik für automatisiertes Fahren vor, wie etwa ein Erkennungssystem für aufkommende Müdigkeit eines Autofahrers.

Parallel zum zunehmenden Einsatz von Robotern im Alltag entstehen auch neue rechtliche Herausforderungen. Als stellvertretende Präsidentin des Rechtsausschusses im Europäischen Parlament arbeitet Mady Delvaux zurzeit an einem Initiativbericht der sich mit den juristischen und ethischen Fragen der Robotik auseinander setzt. „Roboter haben ein enormes Potenzial, sie können unsere Wirtschaft fördern, mühsame Arbeiten übernehmen und uns das Leben generell vereinfachen. Um dieser „Revolution“ aber gerecht zu werden, ist es unerlässlich die nicht mehr zeitgemäßen Gesetze und Richtlinie anzupassen.“

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