Gen-Mais: Europaparlament setzt sich für mehr Lebensmittelsicherheit ein

Heute haben wir im Plenum gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission, den gentechnisch veränderten Mais NK603 x T 25 für den europäischen Markt zuzulassen, gestimmt.

Zwar ist unser Einspruch nicht rechtlich bindend, jedoch ist die EU-Kommission angehalten, ihre Entscheidung zu überdenken.

Hintergund

Im Mai 2010 reichte Monsanto Europe die Unterlagen für die Zulassung vom Gen-Mais NK603 x T25 in Lebens- und Futtermittel bei der zuständigen Behörde der Niederlande ein. Der Mais NK603 x T25, eine Roundup-Ready-Variante, ist durch die Änderung einer Aminosäure unempfindlich gegen die Behandlung mit den Unkrautbekämpfungsmitteln Glyphosat und Glufosinat.

Da die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen auf europäischer Ebene erfolgt, präsentierte die Europäische Behörde für Lebensmittel (EFSA) im Juli 2015 ihr Gutachten. Demnach sei der Mais NK603 x T25 genauso sicher wie konventioneller Mais. Doch Gegenstimmen und Bedenken gibt es bereits seit längerem. Im Frühjahr dieses Jahres stufte das Internationale Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation (IARC) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen“ ein (1).

In den zuständigen Ausschüssen des Ministerrates konnten keine qualifizierten Mehrheiten für oder gegen die Zulassung vom Mais NK603 x T25 gefunden werden. Aus diesem Grund muss die EU-Kommission auf Grundlage des EFSA-Berichts entscheiden.

EU-weite Regelung

Der Einspruch der EU-Abgeordneten ist nicht der erste solcher Art. Das Europaparlament hat schon vor einigen Wochen einen Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt, welcher vorsieht die Zulassung von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln zu renationalisieren (2). Ein Flickenteppich kommt für das EU-Parlament nicht in Frage. Es ist dringend notwendig, dass die EU-Kommission endlich einen Vorschlag auf den Tisch legt, der den Zulassungsprozess EU-weit regelt und eine demokratische Kontrolle zulässt. Solange das nicht geschieht, sollten keine neue gentechnisch veränderten Organismen auf den EU-Markt kommen.

(1) IARC Monographs Volume 112: evaluation of five organophosphate insecticides and herbicides 20 March 2015: http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol112/mono112-09.pdf

(2) Bericht über den Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1829/2003 hinsichtlich der Möglichkeit für die Mitgliedstaaten, die Verwendung genetisch veränderter Lebens- und Futtermittel in ihrem Hoheitsgebiet zu beschränken oder zu untersagen – COM(2015)0177 (Abstimmung am 28.10.2015): <a href="http://www.ipex viagra expresslieferung.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20150177.do » target= »_blank »>http://www.ipex.eu/IPEXL-WEB/dossier/document/COM20150177.do

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