Basel III – Finanzsicherheit: Ja!, Nachteile gegenüber Amerika: Nein!

Die Finanzkrise hat klar gezeigt, wie wichtig es ist, dass unser Finanzsektor stabiler und sicherer wird. Ein wichtiges Instrument, um dies zu erreichen, sind sogenannte Eigenkapitalanforderungen, welche festlegen, wie viel Eigenkapital eine Bank zur Seite legen muss, um im Ernstfall genug Geld schnell zur Verfügung zu haben. Im Fachjargon nennt man die Regeln, die die Höhe dieser Anforderungen festlegen „Basel“, da es der Baseler Bankenausschuss ist, welcher diese Kriterien auf internationaler Ebene ausarbeitet.

Obwohl ich die Arbeit des Basler Bankenausschusses sehr begrüße, da sie in den letzten Jahren viel dazu beigetragen hat, unser Finanzsystem sicherer zu machen, beunruhigen mich die derzeitigen Entwicklungen in den Verhandlungen um den Abschluss der „Basel III“ Regeln. Diese neuen Kriterien zum Errechnen der Eigenkapitalanforderungen würden europäische Finanzinstitute besonders belasten, vor allem im Gegensatz zu ihren amerikanischen Konkurrenten. Das Parlament hat deshalb in einem Entschließungsantrag heute Mittag das Basler Komitee dazu aufgerufen, verschiedene Bankenmodelle nicht zu diskriminieren und übermäßige Folgen für die Realwirtschaft zu vermeiden. Internationale Regeln sind da, um die globalen Unterschiede zu verringern und Risiken im internationalen Finanzsystem zu reduzieren, nicht um Differenzen auszunutzen und Europäische Bankenmodelle zu benachteiligen.

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